| Mundartwort |
Bedeutung |
Beispiel |
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Gadeschwänggel |
Fenstersims neben der Tür bei alten Ställen |
Dä Hammer liet ufem Gadäschwänggel |
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gagele |
schaukeln |
dä Lehrer seit: Hör mol uf, uf Dim Stuehl umä z'gagelä. |
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Gaggeili |
Ei |
Schach Gaggeili scho ob tue, mir chömet dänn nah. |
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Galtlig |
junges Rind |
Gömmer no go Galltlig i tue |
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Galööri |
Esel, Idiot |
Bisch e Galööri! (Wenn jemand Unsinn macht) |
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Gaschi |
unmögliche Kleidung |
Mit dem gschlufnete Gaschi chasch sicher nüd is Dorf |
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Gauen |
Gommsiwald |
Gauchner läbet und wohnet s'Gaue. |
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gaume |
Kinder hüten |
Ich tue gärn chliini Chind gaume. |
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gchalet |
geronnenes Fett |
De Braate isch jo chalt, d'Soose isch gchalet. |
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gegälä |
langsam arbeiten |
De Monteur duet geeggälä ! |
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Gelchts |
Speck |
Hol mer bim Metzger nochli Gelchts. |
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Gellä |
laute Stimme |
Heb doch nöd so ne Gellä! |
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Geltä |
Zuber, Bottich |
Bring mer d'Wöschgeltä no use! |
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Gfell kä |
Glück gehabt |
Häsch Gfell kä, dass de Grind nüd agschlage häscht. |
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gfriäret |
sich geirrt |
Ja, da hani mich gfriäret, das isch tatsächlich nüd eso. |
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gfändere |
umhermachen |
Wänn er no wiiter so umegfändeter, wird er aber gar niä fertig. |
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gfätterle, Gfätterlischuel |
spielen, Kindergarten |
Chönd ihr de ganz Tag gfätterle i de Gfätterlischuel? |
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gheiitli |
ärgerlich, verdriesslich |
Das isch denn ä gheiitligi Gschicht, da müemmer ufpasse. |
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ghiiä |
fallen herunterfallen |
Jetz ischmer doch diä ganz Ladig uf de bode ghiit. |
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ghörigi Tracht Prügel |
den Hintern verhauen |
Wenn das nomol machsch, gits ä ghörigi Tracht Prügel |
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gigele |
lachen |
Hör emol uf gigälä sisch nämlich gar nöd lustig |
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Gigeligegelimangöögeliszüüg |
sinnlose kleine Dinge |
Rum emal all dies Gigeligegelimangöögeliszüüg ewägg, dänn häsch gschnäll gnueg Platz. |
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giirä |
ächzen, quitschen |
Diä Tür giiret grad ordeli luut! |
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Ginaff |
komischer Kerl |
Din nüe Nachbar isch en rächte Ginaff |
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Gireizi |
Schaukel |
D Anita laat niemert anderscht uf Gireizä |
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Gitt ine ässe |
Essen wie verrückt |
Iss nöd so in Gitt ine!
Ursprung wahrscheinlich von Geiz |
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Gizgnäpper |
Geizhals |
Er isch en blöde, alte Gizgnäpper. |
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glaare |
Mit grossen Augen ins leere starren |
Du gseesch so dumm uus, wänn't eso glaarisch. |
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glatt |
lustig haben |
Nächtig simmer inere glatte Rundi zäme g'hocket. |
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Glettise |
Bügeleisen |
S'Glettise isch heiss gnueg, chasch fertig glettä. |
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glettä |
bügeln |
Das Hämp muesch dänn zerscht no go glettä! |
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gliisse |
schauen, hinschauen |
Gliss emal! (Wenn einer etwas nicht sieht)
Chasch nöd glisse? |
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Gluggere |
Mutterhuhn |
D'Gluggere isch nüme e so zwäg wiä au scho. |
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Glüschtler |
Lustmolch |
Das isch en altä Glüschtler, dä glahret immer d'Meitli so ahh. |
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Glüürliwasser Günggeliwasser |
Schnaps |
De hät wider zvill Glüürliwasser verwütscht, geschter bim Tanz. |
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Glööri |
Most (schlechter) |
Most, den es bei der zweiten Presse gibt |
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gnagget |
nackt |
Er isch ganz gnagget dur's Dorf grännt. |
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Gnoder |
Durcheinander |
Rum emal dis Gnoder uf, so findsch du niä öppis! |
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gnäpperle |
sinnloses Basteln |
Wänn eso umegnäpperlisch mit dem Züg, git's nüt Rächts. |
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Goofe |
Kinder |
Goof chum emalä daherä. |
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goope |
Katzenspiel |
Gsesch det die Chätzli goope? |
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Gopferdammi |
Gott verdammt, Fluchwort |
Gopferdammi nuchemal, jetzt isch de chnuschti scho wieder zschpat chu. |
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Graagg |
Krähe |
Hüt häts e hufe Graagge gha! |
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gradaunu |
auch noch? |
De Sepp isch dur d'Prüefig gheit. Ja Gradaunu? De häts doch suscht scho schwer gha. |
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Grasteeri |
Grastrocknungsanlage |
Das Gras sötimer scho länger deerä lo /Gosch du no hüt obig id Grasdeeri |
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Grind |
Kopf |
ich ha de Grind am offene Fänster agschlage. |
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Grischp |
Holzspäne |
Rätz no s`Grischp zämä |
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Grittibänz |
St. Nikolausgebäck |
De Schmutzli mues no go Grittibänze bache. |
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Grochse |
Husten |
Muesch scho wider diä ganz Zyt grochse? |
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Grozzedeggel |
Kopf |
Ich hau dir eis an Grozzedeggel |
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grümplet und gchesslet |
Fasnachtslärm mit Musik |
grümplet und gchesslet |
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Grägä |
Rabe |
Grägä hets bis is Dorf abä |
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grääbele |
miefen, leichter Fäulnisgestank |
I dene irem Chäller grääbelets immer; was händ die ächt det unde? |
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gschant |
heikel (beim Essen) |
Bisch en Gschante |
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gschpässig |
komisch |
Das chunnt eim gspässig vor. |
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gschtabig |
ungelenk |
Bisch en cheibe Gschtabi! Wenn jemand etwas ungeschickt anpackt |
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Gschtell |
Rindslunge |
Chasch du das würkli ässe, das Gschtell? |
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Gschtältli |
Unterhemdchen von Kindern zum Befestigen der Strumpfbänder |
Am Gschtältli sind d'Chnöpf abgheit. |
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Gschwungne Nidel |
Schlagrahm |
Ich ha gärn gschwungne Nidel uf em Chueche. |
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Gsätzli |
Ein Teil vom Rosenkranzgebet |
Zur Straf händ mir müese drüü Gsätzli bätte, will mir gschwätzt händ. |
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Gsöödsuppe |
Bündner Gerstensuppe |
Häts vill Späck i dere Gsöödsuppe? |
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Guggumäre |
Gurke |
Uf em Brötli häts Guggumärä. |
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Gunte |
Pfütze |
Vor dä Garaschäifahrt gits wänns Rägnet immer ä grossi Güntä |
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Gutsch |
etwas Flüssigkeit |
Ou, jetz isch mer grad en Gutsch Wasser usglärt. |
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Guttere |
Flasche |
Gimmer Guttere übere, ich ha durscht! - s Güterli Rasierwasser isch es Gratismuster gsi |
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Guu |
Geschmack |
Das Ässe hät en komische Guu |
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guune |
betteln |
Jetz vor em Mittag muesch nüme go guune cho! |
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Guuner |
Jaucheschöpfer, Güllenschöpfer |
Häsch de Guuner parat? Mir gönd jetz den grad. |
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Gwatsch |
Ohrfeige |
Gopf, etz gitz dä oppä ä gwatsch! |
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gwändt |
gewohnt |
Da muesch gwändt si, i dem gäche Rei. |
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güdere |
mit Wasser spielen! |
Häsch wider müesse güdere! Käs Wunder isch alles nass. |
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Güfere |
Koffer |
Morä muesch dä Guferä packä |
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Güggel |
Hahn |
Häsch de Güggel hüt am Morge au ghört? |
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güggelchampe |
Steinhauerwerkzeug? |
Wer weiss was genaueres dazu? |
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Gülle |
Jauche |
S'Güllefass isch volle, ich gang grad go güllne. |
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Gülli |
Hahn, Güggel |
De Güli kräht auf dem Miststock. |
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Güsel |
Abfall |
Gang no de Güsel go use tue! |
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gyyzige Bäreschwanz |
Geizhals |
Das isch en giizige Bäreschwanz! |
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Gäbs |
Kessel / Kübel |
Dem Stock mues ich jede Tag e Gäbs voll Wasser gää. |
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gäch |
steil |
Da muesch gwändt si, i dem gäche Rei. |
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Gänterli |
eingebautes (Stuben)möbel |
Hol mer no d'Schachtle usem Gänterli. |
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görbse |
rülpsen |
Es simmt ebä glich nöd, dass bi dä Chinesä görbsä zu dä tugendä ghört. |